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Urologische Informationen

Blasenspiegelung (Zystoskopie) – Informationen für Patienten

Eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) ermöglicht es, die Harnröhre und die Harnblase von innen zu untersuchen. Sie wird beispielsweise bei Blut im Urin, wiederkehrenden Beschwerden oder zur Kontrolle bestimmter Blasenerkrankungen durchgeführt.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Ein dünnes Untersuchungsinstrument (Zystoskop) wird vorsichtig durch die Harnröhre in die Blase eingeführt. In der Regel verwenden wir ein örtlich betäubendes Gleitgel. Die Blase wird mit steriler Flüssigkeit gefüllt, damit die Schleimhaut gut beurteilt werden kann. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Ein Druckgefühl oder Harndrang ist dabei möglich.

Wie bereite ich mich vor?

Für eine Blasenspiegelung in örtlicher Betäubung müssen Sie normalerweise nicht nüchtern sein. Bitte bringen Sie Ihren aktuellen Medikamentenplan mit und informieren Sie uns über Blutverdünner, Allergien, eine mögliche Schwangerschaft sowie Beschwerden wie Fieber oder Brennen beim Wasserlassen. Setzen Sie Medikamente nicht eigenständig ab. Ob bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt zunächst eine Urinuntersuchung erforderlich ist, entscheiden wir individuell.

Was ist nach der Untersuchung zu beachten?

In den ersten ein bis zwei Tagen können leichtes Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder geringe Blutbeimengungen im Urin auftreten. Sofern medizinisch nichts dagegenspricht, ist ausreichendes Trinken sinnvoll. Nach einer unkomplizierten Untersuchung in örtlicher Betäubung können Sie Ihren Alltag meist rasch wieder aufnehmen. Bei einer Biopsie oder zusätzlichen Behandlung gelten gegebenenfalls andere Empfehlungen.

Welche Risiken bestehen?

Selten können Harnwegsinfektionen, stärkere Blutungen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen auftreten. Verletzungen der Harnröhre oder Blase sind sehr selten. Vor der Untersuchung informieren wir Sie über die für Sie relevanten Risiken und beantworten Ihre Fragen.

Wann sollte ich ärztliche Hilfe suchen?

Bitte melden Sie sich zeitnah bei Fieber, Schüttelfrost, zunehmenden Schmerzen, stärkerer oder anhaltender Blutung oder wenn Sie nicht mehr Wasser lassen können. Bei ausgeprägten Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117); bei einem akuten Notfall an 112.

Diese Information ersetzt nicht das persönliche Aufklärungsgespräch. Der genaue Ablauf kann je nach Untersuchungsgrund abweichen.

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